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Weberwiese

Lennart Rieder, Sascha Brylla

bis 18. Januar 2026

Almost a Place

Fabian Hübner, Johanna Mangold

Vernissage, Freitag, 23. Januar 18 Uhr

24. Januar - 1. März 2026

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Lennart Rieder

Untitled (puffer blue), 2025

Öl, Acryl, Polyesterharz auf Leinwand, 50 x 35 cm 

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Sascha Brylla

HRO (Red), 2023

Acryl, Tempera, Öl, Ölpastell auf Leinwand, 80 x 60 cm 

Zwischen Sichtbarkeit und Schein, zwischen Freilegen und Verschleiern entfaltet sich der Dialog zwischen Sascha Brylla und Lennart Rieder. Brylla arbeitet am Bild, indem er es entfernt: Aus der abgetragenen Farbschicht treten Figuren hervor, als habe das Material selbst ein Gedächtnis. Seine Praxis gleicht einer archäologischen Geste, die Verletzung und Offenbarung zugleich ist – ein Erinnern durch Freilegen.

Rieder dagegen konfrontiert uns mit dem Moment, in dem wir sehen wollen: Er nutzt illusionistische Verfahren, nicht um zu täuschen, sondern um unsere Gutgläubigkeit offenzulegen. Seine Bilder spiegeln die Mechanik des Sehens, Bryllas die Sedimente des Erinnerns.

„Weberwiese“ wird so zum Ort der Überlagerung: Oberfläche und Tiefe, Spur und Erscheinung, Nachbild und Abdruck begegnen sich. Hier ist die Welt nicht einfach zu sehen – sie muss ertastet, erfragt, überprüft werden. Beide Künstler*innen verhandeln, auf unterschiedliche Weise, wie Bilder entstehen und wie wir ihnen begegnen: als Resonanzraum, Projektionsfläche und Gegenüber.

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Fabian Hübner

Wolke 9, 2025, Öl auf Leinwand, 40 x 50cm

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Johanna Mangold

Dream Collector, 2022

Wolle und Garne auf Stoff, getuftet, 45 x 35 cm

Johanna Mangold (*1984) studierte Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. In ihrer Praxis untersucht sie Übergänge zwischen Realität, Fiktion und Imagination sowie zwischen Materialität und Immaterialität. Erinnerung, Traum und das Unbewusste spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Beziehung des Menschen zu Natur und Technologie. Persönliche und kollektive Erfahrungsräume verbinden sich mit Bildwelten aus Mythologie, Science Fiction und Popkultur. Mangold arbeitet medienübergreifend. 

 

Fabian Hübners Arbeiten zeigen konstruierte Umräume und entwurzelte Gestalten, deren Identität ebenso unklar ist wie ihre Aufgabe. In seinen Mikrokosmosbildern erschafft Hübner (*1982) aus Figuren und Symbolen eine eigene Wirklichkeit. Künstliche Landschaften wirken wie Bühnen. Aus einem variablen Symbolalphabet heraus hinterfragt seine Malerei Wirklichkeit und Wahrheit.

Beide Künstler*innen begreifen Orte als fragile Zustände zwischen Realität und Imagination. Sie  entwerfen Bild- und Erfahrungsräume, die vertraut wirken und sich zugleich entziehen: Bühnenhafte Landschaften, innere Topografien, Erinnerungsfragmente und symbolische Systeme. „Almost a Place“ bezeichnet einen Schwebezustand – zwischen Heimat und Projektion, zwischen physischem Raum und innerem Erleben.

Ausgewählte Künstler der Galerie

Strzelski Galerie 

Rotebühlplatz 30

70173 Stuttgart

Öffnungszeiten: Mi - Fr 11 - 18 Uhr, Sa 13 - 16 Uhr

galerie@strzelski.de

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