Layer Players

Tino Geiß
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„ Pflanze, Tisch, Giraffe“, 2011, 42 x 30 cm, Klebebandcollage auf Pappe
„ Magd“, 2011, 22 x 17 cm, Klebebandcollage auf Pappe


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Wonkun Jun
P1040168 P1040164
Ohne Titel, 2011, 50 x 60 cm, Acryl auf Leinwand
Ohne Titel, 2011, 35 x 45 cm, Acryl auf Leinwand


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Peter Lamb
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„Bloody snakes tongue grey mouth“, 2012, 84 x 59 cm, Fotografie, Acryl, Pulver- und Sprühlack, Klebeband und Staub
„Bright Lightning Like A Superhero Baby, 2012, 84 x 59 cm, Fotografie, Acryl, Pulver- und Sprühlack, Klebeband

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Uwe Schäfer
2011alaska_m 2011kuhkampf_m
„Alaska“, 2011, 150 x 150 cm, Graphit, Aquarell auf Papier
„Kuhkampf, 2011, 125 x 140 cm, Öl, Acryl auf Leinwand auf Holz

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Martin Bruno Schmid
Bohrzeichnung40x34 PprWrk_Detail
"Bohrzeichnung", 2012, 40 x 34 cm, Bleistiftbohrung in Papier
„PprWrk“ (Detailansicht), 2011, 200 x 160 cm, Aluminiumbedampftes Papier


Ausstellungsdauer: 16. Juni – 29. Juli 2012

Layer Players

Auch wenn das wesentliche der Kunst in der Tiefe vermutet wird, ist es den fünf Künstlern, der Ausstellung Layer Players auf unterschiedlichste Weise gelungen das substantielle auf der Oberfläche erscheinen zu lassen. Nicht das scheinbar verlustbringende der Oberfläche steht im Vordergrund, sondern das, was sie primär ist: ein ästhetisches Phänomen, das von Inhalten nicht ablenkt oder sie schmückt, sondern sie überhaupt erst prägt und ihr sinnliche Dimension verleiht.

Tino Geiß (*1978)
Tino Geiß experimentiert nicht nur mit der Wirkung von Farben und deren Beziehung zueinander, sondern auch mit dem Einsatz verschiedener Materialien. Durch ständiges Übermalen der Bilder schafft der Schüler von Neo Rauch und Ingo Meller Oberflächen, die teilweise alte Motive freigeben. Auch in seinen Collagen/Decollagen, in denen er vorrangig Interieurs zeigt, werden durch die mit Farbe bestrichene Papier-Klebebänder, die auf einen Bildträger aufgeklebt, heruntergerissen und wieder erneuert werden, Formen und Farben unter neuen Schichten hervorgeholt. Es entstehen markante Oberflächentexturen die divergent zu den instabilen Bild-Interieurs erscheinen.

Wonkun Jun (*1970)
Die Werke des in Seoul geborenen Künstlers Wonkun Jun, der an der Kunstakademie Düsseldorf bei Helmut Federle Malerei studiert hat, bestechen durch komplexe Tiefe die Mittels vielschichtiger Farbaufträge erreicht wird. Durch das mehrfache Auftragen dünner Acrylfarbe schafft Jun emotionalisierte Farbräume die den Bildträger poetisch aufladen. Seine Malerei beansprucht eine emotionale Geometrie die dabei die Abstraktion nicht verlässt. Hinter den Oberflächenstrukturen kann man förmlich die unterschiedlichsten Farbaufträge erahnen.

Peter Lamb (*1973)
Ein Wechselspiel zwischen den beiden Realitäten Fotografie und Malerei führt Peter Lamb in seinen Werken vor. Fotografien die einen Werkstattboden zeigen oder seinen eigenen Atelierboden abbilden dienen ihm als Ausgansmaterial. Auf Papier gedruckt bearbeitet Lamb die glatten Fotooberflächen mit Pulverlack, Acryl- und Sprayfarbe und lässt abstrakte Kompositionen entstehen die durch die zahlreichen Farbschichtungen eine Tiefenwirkung erhalten. Auch bei genauerem Hinsehen stellt sich dem Betrachter die Frage, was jetzt Foto und was genau Malerei ist.

Uwe Schäfer (*1965)
Uwe Schäfer ist ein Künstler, der die Wahrnehmung des Betrachters herausfordert indem er Landschaftsanalogien herstellt die unfassbar zu sein scheinen. Seine Bilder bestehen zumeist aus mehreren Farbflächen die in Schichten übereinander liegen. Auf den ersten Blick entdeckt man Berge, Wiesen und Flüsse, auf den Zweiten werden die hinter den Farbenschleiern liegenden Formen freigegeben. Unaufhaltsam wechselt man den Fokus zwischen den verschiedenen Malereischichten um das im Verborgenen liegende fassen zu können.

Martin Bruno Schmid (*1970)
Martin Bruno Schmids Arbeiten zeichnen sich durch Destruktion und Rekonstruktion aus. Ausgehend von seinen Bohrstücken, die er in Galerien und institutionellen Räumen via Bohrmaschine an beziehungsweise in die Wand gebracht hat, arbeitet er jüngst mit Bleistift und Papier. Er stanzt und locht, schichtet und verbindet minutiös Blatt um Blatt bis „Bohrstücke“ entstehen die die Oberfläche selbst zum Thema erheben. Teils kraterartig aufgebrochen, teils mehrmals überarbeitet und geglättet werden Zusammenhänge sichtbar oder wieder zerstört. Je nach Perspektive stellen sich unterschiedliche Assoziationen ein die von organischen Formen, wie Raupennetze über amorphe Wesen bis hin zu kartografischen Aufzeichnungen reichen.

(Nila Weisser)

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Strzelski Galerie
Mario Strzelski
Rotebühlplatz 30
70173 Stuttgart

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Dienstag – Freitag 11 – 19 Uhr
Samstag 11 – 16 Uhr